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4th Frankfurt Investment Arbitration Moot Court


Die Fugger gewinnen Schiedsverfahren gegen das Königreich Spanien
Goethe Universität veranstaltet den 4th Frankfurt Investment Arbitration
Moot Court


Bereits zum vierten Mal veranstaltete das Wilhelm Merton-Zentrum für Europäische Integration
und Internationale Wirtschaftsordnung unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Rainer Hofmann
vom 14. Bis 18. März 2011 den Frankfurt Investment Arbitration Moot Court. Bei dem
Wettbewerb simulierten studentische Teams ein investitionsschutzrechtliches Schiedsverfahren
in einer fiktiven Streitigkeit zwischen dem Handelshaus der Fugger und dem Königreich
von Spanien. Die Studierenden hatten jeweils eine der Streitparteien anwaltlich zu vertreten.
Wie auch im vorigen Jahr entwarf Dr. Sabine Konrad von der Anwaltskanzlei K+L Gates die
Streitigkeit auf historischen Fakten des 16. Jahrhunderts. Die Verhandlungen fanden in Englischer
Sprache statt.
Mit insgesamt 27 Teams aus 22 verschiedenen Ländern aus Europa, Asien, Nordamerika,
Australien und der Karibik konnte der Wettbewerb seine Teilnehmerzahl im Vergleich zum
Vorjahr steigern. Dies war nicht zuletzt der großzügigen finanziellen Unterstützung der zahlreichen
Sponsoren zu verdanken, zu denen zahlreiche global agierende Anwaltskanzleien
zählten. Die Schiedsrichter, international anerkannte Experten und renommierte Rechtswissenschaftler,
bewerteten die Teams auf Grund ihrer Rechtskenntnisse und Überzeugungskraft.
Ausgetragen wurde die Vorrunde sowie Achtel-, Viertel- und Halbfinales auf dem Campus
Westend im Gebäude der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Das Finale wurde verhandelt
in den Räumlichkeiten der IHK Frankfurt.

 

Im Finale konnte sich das Team der University of Miami gegen das Team des Graduate Institute
aus Genf durchsetzen. Das Schiedsgericht des Finales bestand aus den
Schiedsgerichtsgrößen Charles Poncet (Schweiz), Stanimir Alexandrov (Bulgarien) Francisco
Orrego-Vicuña (Chile), sowie Gary Born (USA). Den dritten Platz teilten sich die Teams der
Norman Manley Law School aus Kingston (Jamaika) und der Universität Luxembourg.
Der Preis für das beste Team, ein Stipendium für eine dreiwöchige Summer School an der Hague Academy on Public and Private International Law, ging damit nach Miami. Der Preis für den Best Advocate, ein LL.M.-Stipendium an der Queen Mary School of International Arbitration, gewann eine Teilnehmerin des Teams aus Jamaika, René Gayle. Ebenso in die Karibik ging der Oxford University Press Award für das beste Team aus einem Land, das nicht Mitglied der OSZE ist.
Einen Achtungserfolg erreichte auch das Team der Goethe-Universität, das zum ersten Mal in die Endrunde vordringen konnte. Nach einer spannenden Verhandlung schieden sie jedoch in einer knappen Entscheidung gegen das Team der American University aus Washington D.C. aus.
Der 4th Frankfurt Investment Arbitration Moot Court wurde sowohl von den teilnehmenden Teams als auch von den Schiedsrichtern als ein großer Erfolg bewertet. Die Schiedsrichter hoben dabei vor allem die herausragende Qualität der Leistungen und die durchweg gelunge-nen Präsentationen der Teilnehmer/-innen hervor, während die partizipierenden Studierenden neben der Herausforderung durch die Aufgabenstellung vor allem die internationale Atmo-sphäre des Wettbewerbs als enorme Bereicherung empfanden.

Florian Franke
- Wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur Hofmann –